Am 11.11.2015 war es wieder soweit: Um 16.30 Uhr ging es in diesem Jahr, wie vereinbart, im Kurpark los. Die Kinder versammelten sich mit ihren selbstgebastelten Laternen am Pavillon des Kurparks.

Wir hatten mit den Kindern schon Tage zuvor gesungen und gespielt, wir waren wirklich gut vorbereitet. Gemeinsam stimmten wir nun das Lied an „Kommt wir woll'n Laterne laufen, zündet eure Kerzen an!“. Nun war auch das Pferd mit dem heiligen Sankt Martin zu sehen. Kinder und Eltern setzten sich in Bewegung und folgten dem heiligen Martin. Auch beim nächsten Halt sangen die Kinder mit Feuereifer das Lied: „Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.“ Beim Pavillon wieder angekommen spielten die Vorschulkinder die Martinslegende. Wir sangen dazu das Lied: „Hoch über uns die Sterne...“ (Martin als Soldat teilt seinen Mantel mit dem Schwert für einen frierenden Mann). Diese Legende hatten die Kinder Tage zuvor gehört. Zweifelsohne steht dabei das Thema „Teilen“ im Mittelpunkt. Danach folgte das Lied: „Hab a'Lichtle im Laternle, leuchtet hell grad wie a'Sternle, kommt d'Wind pft pft, bläst es aus pft pft und wir stehn im Dunkeln draus!“ Zum Abschluss wurden Martinsbrezeln ausgeteilt und es fand ein gemütlicher Ausklang bei einem gemütlichen Glas Punsch statt! Zu unserer Überraschung fanden sich auch ehemalige Kinder mit ihren Eltern zu unserem Fest ein und brachten Spenden für hilfsbedürftige Menschen mit. Allen Spendern hierfür an dieser Stelle HERZLICHEN DANK.

Die Martinslegende

Wir erzählen es euch allen,
dann weiß es jedes Kind,
Martin war ein Reitersmann,
er ritt durch Nacht und Wind.

Er hört jemanden weinen,
sein Pferd, das hält er an,
da sieht er einen Bettler,
einen ganz, ganz armen Mann.

„Was fehlt dir denn?“ fragt Martin,
„Ach Herr, ich leide große Not,
ich frier am ganzen Körper,
hab' weder Kleider noch Brot.“

„Wie kann ich dir nur helfen,
geschwind, geschwind?“
Mit dem Schwert teilt er den Mantel,
jetzt kennt diese Legende jedes Kind.