Der Glaube ist nicht Dekoration, Verzierung. Glauben haben heißt, Christus wirklich in die Mitte unseres Lebens zu stellen. Papst Franziskus

Christliche Glaubensinhalte und ein gelebter Glaube sind in unserer Gesellschaft immer weniger vorhanden. Es gibt Defizite im Glaubenswissen, nicht nur bei Menschen, die der Kirche fernstehen, sondern auch unter den aktiven Gemeindemitgliedern. Die Bereitschaft zum Glaubensvollzug schwindet. Viele Menschen bringen ihre Sehnsüchte und Fragen gar nicht mehr mit Kirche in Verbindung und erwarten von ihr keine Antworten mehr.

Wir wollen Räume schaffen für Innen-, Außen- und Fernstehende und Zweifler: Räume für einen Dialog zwischen den Menschen, für die Diskussion von Glaubensinhalten und die Entwicklung von zeitgemäßen Formen der Glaubenspraxis. Dabei sind uns Kontinuität und Offenheit wichtig. Nur wenn wir selbst für unseren Glauben brennen, können wir auch andere begeistern. Das Leitbild der Kirchengemeinde ist uns eine wichtige Orientierungshilfe. Das Bibelwort „..und das Wort ist Fleisch geworden“ –will immer wieder lebendig werden, durch jeden von uns - verstehen wir als Richtschnur für unsere Überlegungen.

1. Teilziel:
Glaubenswissen teilen, auffrischen, ergänzen, vertiefen

Über Bedeutung und Deutung von Glaubensinhalten, Lehren, Dogmen und Regeln nachdenken und lernen. Im Austausch mit Menschen sein, Erfahrungen, Erlebtes, Neues und Bewährtes miteinander teilen und aus dem Schatz des Gemeinschaftserlebens schöpfen. Um dieses den Gemeindemitgliedern und allen Interssierten zu ermöglichen bieten wir an:

  • Glaubenskurs in der Fastenzeit 2019/20
  • Gott und die Welt (Veranstaltungen) / Zusammenarbeit Ök. Bildungswerk
  • Predigtreihen zum Credo sind gestartet und werden an passenden Festtagen weitergeführt

2. Teilziel:
Wie schaffen wir Räume um mit den Menschen in den Dialog zu treten?

Wie können wir „Hörende“ Kirche sein ?

In unserer Gemeinde ist ein breites Angebot vorhanden, welches Menschen nutzen können um ihren Glauben zu er- leben. Hier gibt es Raum für Austausch und Gemeinsamkeit. Wir müssen versuchen Räume zu schaffen, wo Menschen Jesus als dem lebendigen Herrn begegnen können.

„Raum“ gesehen als:

  • Räumlichkeiten
    Vorhandene Räume in Gemeindezentren und Kirchen sollen weiter vielfältig genutzt werden oder bei Bedarf gar die Nutzung verändern werden, z.B. wird der Kindergarten St. Joseph zum Familienzentrum weiterentwickelt, Kirchenräume können ein anderes Gesicht bekommen (Kirche Spielberg), Angebote im Gemeindeleben könnten in „öffentlichen Raum“ verlegt werden. Wir möchten neue Räume „erobern“ (ök. Gottesdienst beim Kurparkfest)
  • Raum, den wir bieten
    Raum für Menschen, die glauben, zweifeln, suchen, Raum für Freude, Raum für Sehnsucht, Willkommen-Sein und Geborgenheit. Das bedeutet auch und vor allem Menschen willkommen zu heißen, aus welchem Kontext und Antrieb heraus sie auch zu uns kommen.
    • Mittagstisch für Menschen, die alleine sind … kochen für und mit anderen.
    • Gemeindeversammlung (PRG) zur Informaton
    • Willkommenskultur für Gottesdienste entwickeln – besonderes für die Gottesdienste an Weihnachten und Ostern
    • Gemeinde(er)Leben (ein Sonntagsgottesdient gemeinsam feiern, gestalten, verschiedenen Angebote um in den Dialog zu kommen, gemeinsames Mittagessen)

3. Teilziel:
Glaubensvollzug

Was bedeutet Glaubensvollzug für die Menschen unserer Kirchen-Gemeinde? Wie kann zeitgemäße Glaubenspraxis heute aussehen und gelebt werden?
Neben den traditionellen Formen sollen weitere alternative Gottesdienstformen entwickelt und angeboten werden. Die Gemeindemitglieder und alle Interessierten sollen auf diese Weise Stärkung in ihrem Glauben erfahren. Denn es geht auch darum, dass die Menschen mit ihren unterschiedlichen Glaubensformen einen Platz finden können, an dem sie sich wohlfühlen.

  • WEG Gottesdienste im Rahmen der Erstkommunion-Vorbereitung
  • „Erklär“ Messen; Eucharistie-Feiern, in denen einzelne Elemente verständlich erläutert werden.
  • WEGZEICHEN Gottesdienste (Jahresschluss)

Um solche Ziele zu erreichen ist die Stärkung unserer Ehrenamtlichen ein wichtiges Anliegen, denn pastorale Fürsorge muss Aufgabe aller werden, nicht nur die des Hirten.
Hier können wir uns folgende Ideen vorstellen:

  • Spirituelle Angebote wie z.B. Oasentage für Gruppierungen oder Arbeitsgruppen
  • Begegnungen von Gruppen zum Auftanken und zum Austausch
  • Förderung durch gezielte Weiterbildung

4. Teilziel:
„Visionen“

  • Ideen sammeln um immer mehr hörende Kirche zu werden
  • Wo tut Kirche den Menschen gut?
  • Wie gelingt es uns Menschen mit den Kerninhalten des Lebens und des Glaubens in Verbindung zu bringen?
  • Wo kommt Kirche mit den Menschen in Kontakt?
  • Wer macht mit?

Verantwortlich:
Karl Becker, Katja Feißt, Jürgen Kußmann, Silvia Merly, Pfr. Torsten Ret (PGR), Nicole Siegwart

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