Ministranten
Kurz und knapp - wichtige Infos zur Ministrantenarbeit
Es war einmal vor langer, langer Zeit ... So oder so ähnlich könnte die Geschichte der Ministranten beginnen, denn die ersten Berichte von Ministranten sind fast so alt, wie die Geschichte des Christentums selbst. Bereits aus den ersten Jahrhunderten wird von Akolythen berichtet. Die Akolythoi (aus dem Griechischen: dem Diakon "folgend", zum allgemeinen Dienst bestellt) begleiteten den Priester bei der Mahlfeier, brachten Brot und Wein zum Altar und schwenkten das Weihrauchfass. Damit kann man sagen, dass es die Ministranten schon fast seit den Anfängen der Kirche gibt. Später wandelte sich die Bezeichnung vom Akolyth zum Ministranten (aus dem Lateinischen: ministri = Diener). Ab dem 6. Jahrhundert übernahmen diese immer mehr die Aufgaben der feiernden Gemeinde, sie sprachen die lateinischen Antworten und waren Lektoren und Kantoren in den Gottesdiensten. Dies änderte sich erst nach dem II. Vatikanischen Konzil in den 70er Jahren, als die deutsche Sprache in den Gottesdiensten eingeführt wurde und der Dienst der Ministranten seine heutige Form erhielt. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Ministranten auch immer "Anwärter" zum Priester.
Jedem Ministranten sollte der Hl. Tarcisius bekannt sein: Von ihm wird überliefert, dass er im dritten Jahrhundert Akolyth in Rom war und in Gottesdiensten der ersten Christen diente. Seine Aufgabe war es auch, nach dem Gottesdienst den Kranken und Gefangenen die Kommunion zu bringen. Allerdings wurden die Christen damals noch verfolgt. Die Römer bemerkten seinen Dienst an den Gefangenen und Kranken und töteten ihn. Für seinen Einsatz im Glauben und seinen Mut als Akolyth wurde er heilig gesprochen und zum Patron der Ministranten ernannt.
Auch heute noch ist das Ministrantsein vom Dienst am Altar, Zeroferar oder Weihrauchträger geprägt. Allerdings haben sich die Ministranten inzwischen einen beachtlichen Teil der Jugendarbeit in den Pfarreien erobert: Gruppenstunden, gemeinsame Aktionen, Sternsingen, Freizeiten oder die alle fünf Jahre stattfindende Rom-Wallfahrt zeigen, dass Ministrant sein viel mehr ist als der Dienst bei Eucharistiefeiern, Taufen, Beerdigungen, Hochzeiten oder Andachten. Über 200 Ministranten zeigen aus unserer Seelsorgeeinheit, dass Glaube für sie wichtig ist. Mehr als 40 000 Minstranten zählt unsere Erzdiözese Freiburg und in Deutschland verrichten circa 300 000 Kinder und Jugendliche ihren Dienst. Eine stolze Zahl für eine muntere lustige Gruppe mit Tiefgang im Glauben!
Christian Richter, PRef.
Links für Minis:
- www.mini-netzwerk.de - die Seite für Minis in der Erzdiözese Freiburg
- www.messdienernet.de - News- und Internetportal für Messdiener und Messdienerinnen
- www.minipost.de - Die Zeitschrift für Ministrantinnen und Ministranten