Über 60 Krippen, jede in Art und Charakter anders, eine fast schöner als die andere und liebevoll aufgebaut, zeigten die Kolpingsfamilien Busenbach und Reichenbach in ihrer Ausstellung im Pfarrzentrum Ernst Kneis Reichenbach. Dazu kamen in einer Sonderausstellung neun Gruppen „Hirten und Herden“ aus den Krippen von Pfarreien des Albtals sowie ausländische Krippen und Kinderkrippen.

Eine erste Krippenausstellung, erinnert sich Manfred Peter, fand in Busenbach 1994 zum 100-jährigen Kirchenjubiläum statt. 2008 und 2012 übernahm dann die Kolpingsfamilie Busenbach mit ihren Familiengruppen die Initiative. Zuletzt waren 40 Krippen im Busenbacher Pfarrheim zu sehen. Die jetzige Ausstellung ist größer. Anlass sei das 725-jährige Ortsjubiläum. Da das Busenbacher Pfarrheim wegen der Umbauarbeiten derzeit nicht nutzbar ist und die Anzahl der Krippen dort auch aus Platzgründen nicht zu präsentieren wäre, stand ein Umzug im Raum. Gemeinsam mit der Kolpingsfamilie Reichenbach dokumentierte die Ausstellung auch das gute Miteinander der beiden Kolpingsfamilien.

Bei der Eröffnung begrüßte Markus Kraft zur gemeinsamen Krippenausstellung der beiden Waldbronner Kolpingsfamilien viele Interessierte, unter ihnen auch Bürgermeister Franz Masino und Pfarrer Torsten Ret. Sie habe als offizieller Programmpunkt Eingang in das 725-Jahr Programm gefunden. Kraft dankte vor allem den Familien, die ihre Krippe zur Verfügung gestellt und oft auch beim Aufbau mitgeholfen haben. Musikalisch wurde die Eröffnung umrahmt durch Rüdiger Schmedding am Klavier.

Manfred Peter berichtete von den im Team geleisteten Vorarbeiten zur Ausstellung. Er erläuterte die einzelnen Gruppen, wie ausländische Krippen oder Hirten und Herden aus den Pfarreien des vorderen Albtals. Bürgermeister Franz Masino schlug einen Bogen von der Krippe zur Herbergssuche, einem heute in der Flüchtlingskrise aktuellen Thema. Maria, Josef und das Kind seien zentrale Bestandteile aller Krippen und auch der christlichen Werte, die in unserer Zeit wieder wichtiger würden. Pfarrer Torsten Ret blickte, ehe er die ausgestellten Krippen segnete, zurück auf die Geschichte der Krippe. Ursprung war Franziskus, der im 1. Jahrhundert mit lebenden Figuren den Menschen das weihnachtliche Geschehen näherbrachte.

Die Ausstellung stieß auf großes Interesse und war an beiden Tagen gut besucht. Am Abend des ersten Tages wurde an der Tür zum Pfarrzentrum das neunte Fenster des lebendigen Adventskalenders geöffnet. Es zeigt auf Glas gemalt eine Krippe. Geschaffen hatte das Bild der Reichenbacher Ludwig Kunz.

Helmut Zahnleiter, Amtsblatt Waldbronn

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Fotos: Mirjam Bartberger