Berichte - Archiv 2011
Familienfreizeit 2011 in Südtirol
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- Erstellt am 28. Juni 2011
Nach einer anstrengenden, durch Staus und langen Wartezeiten an den Grenzübergängen geprägten Anreise trafen im Laufe des Samstagnachmittags alle 17 Familien wohlbehalten in Viums ein.
Alle freuten sich auf eine entspannende, aber auch interessante Woche in Südtirol. Und wir bekamen in dieser Woche auch einiges geboten. Unsere Reiseleitung hatte für uns ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, und keiner kann sagen, dass für ihn nichts dabei gewesen wäre, was ihn angesprochen hätte. Hier einige Höhepunkte unseres Programms:
Am Sonntagmorgen bestand die Möglichkeit, den Pfingstgottesdienst im Brixener Dom oder in der Pfarrkirche St. Michael zu besuchen. Im Anschluss wanderten mehrere Familien nach Viums zurück, andere besuchten die Gilfenklamm bei Sterzing, wo in tosenden Kaskaden der Ratschingsbach das Marmorgestein der Klamm durchbricht.
Am Dienstag war großer Wandertag. Ausgehend von Meransen wurden verschiedene Touren im Wandergebiet Gitschberg/Jochtal angeboten. Die meisten wählten die Route über den Ochsenboden und den Schellenbergsteig zu den Seefeld Seen, von wo aus die Möglichkeit bestand, die Seefeldspitze (2715 m) zu erklimmen. Der Schellenbergsteig erwies sich für einige Teilnehmer als eine große Herausforderung – wurden doch Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Ausdauer auf die Probe gestellt. Aber am Ende des Tages kamen alle Wanderer glücklich und zufrieden wieder am Ausgangspunkt an und so mancher konnte von sich sagen, dass er über sich selbst hinausgewachsen war.
Am nächsten Tag fand das Highlight für alle Kinder, Jugendlichen und Wagemutigen statt. Wir besuchten Südtirols größten, sehr schön gelegenen Hochseilgarten „KRONaction“ am Issinger Weiher bei Pfalzen. Das Klettern bereitet allen sehr viel Vergnügen, doch so mancher Kletterer kam an seine Grenzen bzw. bezwang seine Ängste und bewies großen Mut. Besonders hervorzuheben wäre die tolle Kameradschaft der einzelnen Klettergruppen – keiner wurde zurückgelassen, jeder half jedem und so mancher gute Zuspruch verhalf dem Kletterer zum Ziel. Und wer dann ausreichend geklettert war, konnte sich noch die Latschenkieferölbrennerei Bergila und deren Kräutergarten anschauen und so für die beanspruchten Muskeln oder die Gesundheit eine Einreibung oder ein Elixier besorgen.
Mit Hammer und Meisel ging man am Donnerstag im Villnösstal auf die Suche nach den Teiser Kugeln. Hierbei handelt es sich um Steinkugeln (sog. Drusen) mit Mineralieneinschluss in vielen leuchtenden Farben. Mit viel Liebe entstand im Ort Teis das private Mineralienmuseum Paul Fischnaller, mit der Möglichkeit unter fachkundiger Anleitung nach Teiser Kugeln zu suchen.
Der Montag und der Freitag standen zur freien Verfügung. Doch auch hier bildeten sich wieder kleinere oder größere Gruppen, die tolle Ausflüge unternahmen, wie zum Beispiel einen Bummel durch Brixen, Bozen, Meran oder Bruneck, Besuch des botanischen Gartens Schloss Trauttmannsdorff oder des Özi-Museums. Andere machten schöne Touren in die weitere (Franziskusweg bei Sand in Taufers, Seiser Alm) oder nähere Umgebung (Dörfertour auf dem Apfelhochplateau, Erdpyramiden Terenten, Kloster Neustift, Badepark Acquarena) und wieder andere mussten feststellen, dass das Internet manchmal schneller ist, als die ausführenden Personen – so wird im Netz eine interessante Höfe-Tour angeboten, die es so noch gar nicht gibt, aber sie war trotzdem sehr informativ und beim Smalltalk mit den Einheimischen wurde einem so manche spannende Geschichte erzählt. Und wieder andere dachten sich, wenn’s von oben nass wird ist es ja egal, ob es auch von unten nass wird – und so begaben sich 16 wagemutige Erwachsene und Jugendliche auf eine Rafting Tour auf der Eisack. Alle hatten sehr viel Spaß und kamen gesund und munter und um Erfahrung reicher wieder zurück.
Nicht vergessen werden dürfen die Abende, an denen wie immer Spiel und Spaß auf dem Programm standen. Reges Interesse bestand an den Abendimpulse, wo sich meditatives Tanzen, Traumreisen, geistige Anregungen für Klein und Groß und ein netter Abschlussabend abwechselnden.
Am Samstag ging eine tolle Woche zu Ende, während der wir vieles erleben durften, von unserer Wirtin Frau Gasser und ihren Mitarbeitern nicht nur mit sehr gutem Essen verwöhnt wurden. wir uns im „Hotel Waldesruh“ fast wie zu Hause fühlten und uns das Wetter, welches sich doch als sehr wechselhaft erwies, fast gänzlich egal war, denn bei Erfordernis zeigte sich fast immer die Sonne und keine Tour musste wegen der Wetterlage abgesagt werden – getreu dem Motto: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung!“ Tschüs Südtirol hieß es dann – aber wir kommen sicher wieder.
Doch so eine tolle Woche muss auch im Vorfeld geplant und organisiert werden und so geht ein herzliches Dankeschön an Christian, Birgit und Wolfgang, die dies vor und während des Aufenthaltes mit Bravour gemeistert haben. Vielen, vielen Dank für Alles.
Sabine Stolze