Berichte - Archiv 2011

Klausurtagung der Pfarrgemeinderäte am 5. 11. 2011 in Gengenbach

Kloster Gengenbach war an diesem Samstag unser geographisches Ziel.

Der gewählte Weg dorthin führte uns früh am Morgen mit der S11 nach Karlsruhe und mit der Bahn weiter nach Gengenbach.

Die Gründe dafür liegen auf der Hand:

  • es ist ökologischer als mit dem Auto, es ist ökonomischer (Baden-Württemberg-Ticket) und
  • es ist wesentlich kommunikativer, da bereits hier erste Unterhaltungen in Gange kamen.

Warum ich Ihnen das so ausführlich schildere?

 Hier hatten wir ein definiertes Ziel, der Weg/Verkehrsmittel war aus­gewählt. Bei den Inhalten des Tages war dies nicht so einfach:

Wir haben uns im Wesentlichen mit folgenden Schwerpunkten be­schäftigt:

  • ab 2015 wird es einen gemeinsamen Pfarrgemeinderat für die Seelsorgeeinheit geben
  • dafür braucht es gute Wege der konstruktiven Arbeit in den Gemeinden

Die gemeinsame Arbeit war offen und konstruktiv; die Arbeitsatmosphäre war sehr freundschaftlich.

Warum kommt es zur Bildung d. gemeinsamen Pfarrgemeinderates?

klausurtagung pgr1Ab 2015 verschmelzen die einzelnen Pfarrgemeinden Busenbach, Etzenrot, Karlsbad und Reichenbach rechtlich zu einer Einheit, d. h. zu einer „Rechtsperson", der Kirchengemeinde Waldbronn-Karlsbad. Nur diese kann dann Verträge abschließen, Vermögenswerte verwalten etc. Es gibt dann nur noch ein beschließendes Gremium, den Pfarrgemeinderat, und auch nur noch einen Stiftungsrat, der für die gesamte SEWK zuständig ist.

Vergleichbar ist diese Entwicklung mit dem Zusammenschluss der politischen Gemeinden, als Anfang der 70-er Jahre z. B. Reichenbach mit Etzenrot und dann mit Busenbach verschmolz, was dann 1974 in einer gemeinsamen Namensgebung für die neu entstandene Gemeinde „Waldbronn" zum Ausdruck kam. Seit dieser Zeit gibt es einen Bürger­meister, einen Gemeinderat und einen gemeinsamen Haushalt. Die Pfarreien als kirchliche Größe, als Orte des erfahrbaren Glaubens sollen dabei aber erhalten und lebendig bleiben.

Welche Wege der Zusammenarbeit in der SEWK gibt es? Was ist für unsere SEWK wichtig und stimmig?

klausurtagung pgr2In dem Satzungsentwurf der neuen Ordnung im Erzbistum Freiburg ist als mögliche Organisationsform die Bildung von Gemeindeteams für die einzelnen Gemeinden beschrieben, ihre Zusammensetzung und Auf­gaben sind definiert.

Das ist eine Möglichkeit, künftige Aufgaben zu bewältigen. Sie wurde aber (noch) nicht als die für uns stimmige Variante identifiziert.

Wichtig für unsere SEWK ist:

  • Es wird Themen geben (und gibt es bereits jetzt), die auf SEWK-Ebene behandelt werden. (z.B: Firmung, Kindertagesstätten, Erstkommunion, Sakramenten- und Gottesdienstordnungen, viele pastorale Felder und Aufgaben, wie Caritas und Glaubenskurse....)
  • Viele Angebote und Themen bleiben auf Gemeindeebene wichtig (wie z.B. Ministranten, Seniorenarbeit, Pfarrfeste, Treffpunkte für Jugendliche,...)
  • Damit die Gemeinde konkret als Ort des Glaubens erfahrbar wird, braucht es in jeder Gemeinde Ansprechpartner und offizielle Vertreter nach innen (für die eigenen Gemeindemitglieder der Pfarrei) und nach außen (gegenüber der politischen Gemeinde, den Vereinen und der evangelischen Kirche). Denkbar ist eine Einzelperson, die die Rolle eines „Kümmerers" übernimmt, d. h. er kennt sich aus, kann weitervermitteln; er macht nicht alles selbst! Denkbar ist auch die Installation eines Teams.
  • Dazu müssen die Kommunikationswege innerhalb der Gemeinde, zwischen den Gemeinden und zwischen dem neuen Pfarr­gemeinderat und den Gemeinden gut in den Blick genommen und definiert werden.

Mit großen Ergebnissen können wir nach diesem Tag noch nicht aufwarten; das war auch nicht zu erwarten. Zu vielschichtig und umfangreich sind die anstehenden Aufgaben. Wir werden daran weiterarbeiten, und zwar bereits auf dem geplanten Pfarrgemeinderats­klausurwochenende im Januar 2012.

Den Änderungen schaue ich sehr zuversichtlich entgegen. Es bieten sich sehr viele Chancen und Angebote mitzumachen, auch für Sie.

Vielleicht gibt es ein Thema in Ihrem Ort, einem anderen Ort oder auf SEWK-Ebene, bei dem Sie mitarbeiten oder sich engagieren möchten. Tun Sie es!

Denn wie wir an diesem Tag bei unserem Abschlussgottesdienst gesungen haben: „Wo zwei oder drei in seinem Namen zusammen sind, da ist er mitten unter ihnen." Und darum geht's!  

 Michaela Müller Christl