Archiv 2010
Hier finden Sie die Berichte und Bilder zu Veranstaltungen aus dem Jahr 2010.
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Münstermedaille für Leo Oechsler
An diesem Sonntag (7. November) wird Leo Oechsler (Foto) aus Karlsbad für sein ehrenamtliches Wirken in der Kirche mit der Münstermedaille geehrt - einer der höchsten Auszeichnungen, welche die Erzdiözese Freiburg vergibt.
„Heiligabend vor 48 Jahren.“ Leo Oechsler schmunzelt, wenn er an die Anfänge zurückdenkt. Genau kann er den Tag benennen, an dem sein ehrenamtliches Engagement in der Kirche begonnen hat.
Der neunjährige Leo hätte es damals zwar bestimmt nicht so formal ausgedrückt. Der Zweitklässler freute sich einfach, dass ihn der Pfarrer und sein damaliger Musiklehrer– zusammen mit zwei Klassenkameraden aus dem Schulchor – als Sänger für das Weihnachtsevangelium haben wollte. Doch in der Rückschau war dies wohl wirklich das erste Mal, dass sich Leo Oechsler freiwillig für seine Kirche eingesetzt hat. Es sollte beileibe nicht das letzte Mal sein ... An diesem Sonntag (7. November) wird Leo Oechsler für sein Engagement mit der Münstermedaille geehrt – einer der höchsten Auszeichnungen, welche das Erzbistum Freiburg zu vergeben hat.
Leo Oechslers „Kirchenkarriere“ ist geradezu klassisch. Da ist einer, der es kann. Und der es zudem noch gerne, „mit Herzblut“, tut. Und so kommen nach und nach die Ämter zum Mann ... Auf diese Weise trat zum Singen bald auch das Lesen hinzu. Und weiter: Der junge Mann wurde Jugendgruppenleiter, Oberministrant, Pfarrjugendleiter, Mitglied des Dekanatsrates, baute einen Offenen Jugendtreff auf – dies alles noch an seinem früheren Heimatort Waghäusel-Kirrlach.
Sind Wehrdienst und Studium gemeinhin „Bruchstellen“ für eine kirchliche Biografie, war es bei Leo Oechsler anders. Während seiner Bundeswehrzeit arbeitete er in Koblenz beim Standortgeistlichen mit. Ja, und studiert hat er dann sogar katholische Theologie – Leo Oechsler wurde unter anderem auch Religionslehrer.
Sein Beruf führte den jungen Mann nach Karlsbad, wo er sofort den Kontakt zur Pfarrgemeinde fand. Seither ist Leo Oechsler dort aktiv. Nein, das wäre untertrieben: Leo Oechsler stellt in mancher Hinsicht das Gesicht der Pfarrgemeinde dar. Das fängt bei seiner Arbeit als Pfarrgemeinderatsvorsitzender (seit Ende 1985) an, führt über die Planung und Organisation von Kultur- und Wallfahrten und hört bei der alljährlichen Vorbereitung des Helferfestes für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kirchengemeinde noch lange nicht auf.
Viele weitere Ämter und Funktionen wären noch zu nennen. Doch solche Aufzählungen sind Leo Oechslers Sache nicht. Bescheiden zuckt er mit den Schultern: er hat sich die Dinge nicht gesucht, so ist es halt geworden ... „Die Arbeit in der Kirche erfüllt mich“, sagt Leo Oechsler: „es ist bei uns einfach eine schöne Gemeinschaft.“ Im selben Atemzug fügt er freilich hinzu: „Das funktioniert aber nur, weil meine Frau ebenfalls sehr stark in der Pfarrei engagiert ist.“
Leo Oechsler ist keiner der sich in den Vordergrund drängt. Im Gegenteil. „Ich werde auch den neuen Pfarrer nach Kräften unterstützen“, sagt der Vater eines erwachsenen Sohnes. Dass er selbst gut als Gemeindeleiter durchgehen würde, daran scheint Leo Oechsler gar nicht zu denken. „Meine Eltern hätten mich vielleicht gerne als Priester gesehen“, räumt er ein: „Doch ich bin von Natur aus Lehrer – durch und durch.“
Für dieses stetige, bescheidene, im guten Sinne selbstverständliche Wirken erhält Leo Oechsler am Sonntag nun also die Münstermedaille. Die Verleihung durch Dekan Hubert Streckert findet um 10 Uhr in einem Gottesdienst in St. Katharina, Busenbach, statt. In dieser Feier wird auch der neue Pfarrer, Torsten Ret, in sein Amt eingeführt.
Text und Foto: Stephan Langer
Torsten Ret ist jetzt offiziell neuer Pfarrer
Dekan Streckert nimmt Investitur in der Seelsorgeeinheit Waldbronn-Karlsbad vor
Münster-Medaille für Leo Oechsler
Waldbronn/Karlsbad. „Ab jetzt wird Torsten Ret offiziell unser neuer Pfarrer der Seelsorgeeinheit Waldbronn-Karlsbad sein.“ Mit diesen Worten begrüßte gestern in der voll besetzten Pfarrkirche St. Katharina Busenbach Leo Oechsler die Gemeinde. Es sollte ein besonderer Gottesdienst werden, in dessen Mittelpunkt die Investitur (die Einsetzung in ein kirchliches Amt) von Pfarrer Ret stand, und in dessen Verlauf auch Oechsler, unter anderem Vorsitzender des gemeinsamen Ausschusses der Seelsorgeeinheit Waldbronn-Karlsbad, für seine langjährige ehrenamtliche Arbeit ausgezeichnet wurde.
„Zwei Pfarrer gehen, einer ist gekommen. Wo früher jede Gemeinde einen Pfarrer hatte, wird künftig ein Pfarrer für vier Gemeinden zuständig sein“, befand in seiner Predigt Hubert Streckert, Dekan des Dekanats Karlsruhe, der die Investitur vornahm. Die Kirche stehe vor einer ihrer größten Herausforderungen: „Wir müssen uns von dem Modell eine Gemeinde, ein Pfarrer verabschieden.“ Längst ginge es um eine „neue Gestalt der Kirche“. Auch Pfarrer Ret stehe für diese neue Gestalt – „für Teamarbeit und ein Miteinander“. Und die neue Gestalt der Kirche brauche mehr neue Gestalten – „Menschen voller Hoffnung“. Lokalpatriotismus gebe es nicht in der Kirche. Vielmehr bedeute katholisch sein, „leidenschaftlich sein für das Zusammengehören“. Einen wichtigen Part dabei übernehmen laut dem Dekan die Ehrenamtlichen. Allerdings müsse Ehrenamt auch Ehrenamt bleiben. Man dürfe nicht immer noch eins draufsetzen.
Die besondere Bedeutung des Tages, wie überhaupt die Bedeutung der neuen Seelsorgeeinheit hob gleichfalls Oechsler hervor. Für ihn hat eine neue Zeit begonnen mit der Herausforderung, „über den örtlichen Kirchturm mehr auf das Gesamte zu schauen“. Dafür müssen auch Pfarrer Ret und sein Team sorgen. Der Geistliche (Jahrgang 1971) tritt in Waldbronn-Karlsbad seine erste Pfarrstelle an. Ihm zur Seite stehen drei hauptamtliche Mitarbeiter. „Pfarrer Ret trifft auf engagierte und intakte Kirchengemeinden“, erinnerte in einem Grußwort, auch namens seines Kollegen Rudi Knodel aus Karlsbad, der Waldbronner Bürgermeister Franz Masino. „Freundlich, fröhlich, mit einem gewinnenden Wesen“ habe er den Pfarrer kennengelernt. Gleich einen symbolischen Werkzeugkoffer voller Werkzeuge für die alltägliche geistliche Arbeit hatte für Ret sein evangelischer Kollege aus Ittersbach, Pfarrer Fritz Kabbe, im Gepäck.
Eine – im übertragenen Sinne – Riesensammlung an Werkzeugen für die alltägliche ehrenamtliche Arbeit dürfte Leo Oechsler sein Eigen nennen. Seit fast 50 Jahren arbeite er ehrenamtlich in der Kirche, zollte ihm Knodel Respekt. Für seine „besonders herausragende ehrenamtliche Tätigkeit“ überreichte Dekan Streckert im Namen von Erzbischof Robert Zollitsch Leo Oechsler die Münster-Medaille der Erzdiözese Freiburg. (Wir berichteten bereits ausführlich.)
Musikalisch begleiteten die vereinten Kirchenchöre der Seelsorgeeinheit, der Kinder- und Jugendchor Karlsbad sowie das Duo Günter Bauer und Bernhard Mai den Festgottesdienst.
Text: Klaus Müller
Mit freundlicher Genehmigung der BNN
Sommerlager der KjG Karlsbad 2010
Was für ein Lager! 12 Tage, 61 Leute, 276 km von zu Hause entfernt, unter einem Dach am großen Alpsee. Unter dem Motto „Der Natur auf der Spur“ gestalteten wir unser Lager und so wanderten wir auf das Immenstädter Horn, stellten im Bergbauernmuseum Butter her, erkundeten mit einem Förster die Umgebung und machten mit unserem selbstgebauten Floß den Alpsee unsicher. Kreativ wurde es bei den vielen weiteren Bastelaktionen wie Freundschaftsbändern und Fingerringen, den Wasserrädern, die im hauseigenen Bach ausprobiert wurden und beim Brot backen. Nicht nur die Fahrt mit der Sommerrodelbahn und die actionreichen Großgruppenspiele, sondern auch die meditativen Impulse und das
gemeinsame Singen am Lagerfeuer stärkten unsere Gemeinschaft und gehören zu einem Sommerlager natürlich mit dazu. Am Samstag ging es dann noch mal rund, da wir unser Küchenteam mit rätselhaften Manövern mitten in der Nacht aus den Klauen der Überfaller, die aus Karlsbad angereist waren, befreien mussten. 4 Tage später endete unser ereignisreiches Lager, aber die guten Erfahrungen und viele neu gewonnene Freunde werden uns an die Zeit erinnern.

Wir Leiter freuen uns schon auf unser Nachtreffen am 17.10.2010 und bis dahin sehen wir Euch hoffentlich alle im OTiLa (jeden Freitag im kath. Gemeindehaus Langensteinbach zwischen 18 und 22 Uhr).
Christiane Landwehr, Theresa Schell
Ministrantenwallfahrt nach Rom 2010
"Aus der wahren Quelle trinken, Lebenskraft schöpfen aus Gottes Hand" geleitet von diesem Motto fuhren 78 Ministranten der SEWK zur internationalen Ministrantenwallfahrt nach Rom.
Ausgesendet mit dem Segen von Pfr. Peisker in Etzenrot begannen die Minis ihre Wallfahrt am 1. August. Nach einer 14stündigen Busfahrt nahmen sie an dem Eröffnungsgottesdienst für die Erzdiözese Freiburg in "St. Paul vor den Mauern" teil.
Ein großartiges Erlebnis war auch die Papstaudienz mit 55.000 Minis auf dem Petersplatz. Die Begeisterung und die besondere Atmosphäre, das gemeinsame Singen, Beten und auch Klatschen, ließen trotz des frühen Aufstehens und des langen Wartens bei südlichen Temperaturen keine Müdigkeit mehr zu.
Neben dem spirituellen Programm war auch das Kennenlernen von Rom Teil des Wallfahrtsprogramms. Ein Besuch des Petersdoms mit Ausblick von der Kuppel über die Stadt, das Forum Romanum und das Kolloseum gehörten für alle dazu. Daneben wurde Rom je nach Interessen in Gruppen erkundigt. Manche genossen Rom einfach nur beim Sitzen an der spanischen Treppe, am Trevibrunnen oder vor der Engelsburg. Es gab viel zu sehen und immer wieder viele Begegnungen mit anderen Pilgergruppen. Unter anderem trafen wir Pfr. Benz und unseren neuen Seelsorger Torsten Ret.
Ein wenig Erholung vom anstrengenden Pilgerprogramm bot ein Ausflug in die Albaner Berge. Nach einem Picknick vor der Sommerresidenz des Papstes verbrachten wir einige Stunden an einem wunderschön gelegenen See und beendeten den Abend mit einem 3-Gänge Menü, bei dem alle richtig satt wurden.
Nach einer Woche mit vielen Eindrücken durften die Minis am 6. August mit Erzbischof Robert Zollitsch den Abschlußgottesdienst wieder in "Sankt Paul vor den Mauern" feiern.
Gegen 20 Uhr machten wir uns startklar und erreichten am Samstagnachmittag wieder wohlbehalten unsere Heimatorte.

Soziales Praktikum im Kindergarten St. Franziskus Langensteinbach
Im Rahmen des sozialen Praktikums am Gymnasium Karlsbad besuchten wir, Katja, Thorsten und Julian, den Kindergarten St. Franziskus in Langensteinbach.
Sinn dieses sozialen Praktikums ist es, soziale Kompetenzen in einer entsprechenden Einrichtung zu fördern und den Umgang mit "Randgruppen" (also Kindern, Senioren, Kranken, etc.) zu erlernen. Während unseres zweiwöchigen Praktikums sammelten wir viele Erfahrungen und konnten den Kindern einen großen Schritt näherkommen.
Zuerst mussten wir eine Vertrauensbasis zu den Kindern schaffen und den Kontakt zu ihnen aufbauen, weiterhin wurden wir von den Erzieherinnen in ihre Aufgaben eingewiesen. Beides ging dank der Offenheit der Kinder und der Kompetenz der freundlichen Erzieherinnen relativ schnell und schon bald hatten wir uns an den normalen Tagesablauf gewöhnt. Zu unseren Aufgaben zählten das Spiel mit den Kindern, ihnen vorzulesen und zuzuhören, kurzum: einfach für sie da zu sein. Natürlich war es nicht immer einfach und teilweise zehrten der Lärm und die körperliche Belastung auch an den Nerven, Freude und Spaß überwogen aber mit Abstand.
Zum Schluss möchten wir an die Erzieherinnen, Frau Becker, Frau Bichler, Frau Carchidi, Frau Marquart, Frau Ohrnberger, Frau Ribic, und an die Leiterin, Frau Kreuzer, einen großen Dank aussprechen, da sie immer für uns da waren, uns bei Fragen freundlich beiseite standen und unser Praktikum ohne sie gar nicht möglich gewesen wäre.
Julian Freitag, 10. Klasse des Gymnasiums Karlsbad
„Ein Priester ist immer auf der Pilgerschaft“
Seelsorgeeinheit Waldbronn-Karlsbad verabschiedet Seelsorger Josef Dorbath und Bernd Peisker
Beide Geistliche gehen nach Efringen-Kirchen
Waldbronn. Offiziell verabschiedet sind jetzt die beiden Pfarrer Josef Dorbath und Bernd Peisker aus der Seelsorgeeinheit Waldbronn-Karlsbad. Dazu feierte die Gemeinde in der Reichenbacher Pfarrkirche St. Wendelin einen Festgottesdienst. Umrahmt wurde dieser Gottesdienst durch die vereinigten Kirchenchöre Reichenbach-Etzenrot und Karlsbad unter der Leitung von Stefan Fritz, dem Jugendchor St. Barbara Karlsbad, Leitung Christiane Höptner und durch Harald Fritz an der Orgel. Zum Gottesdienst zogen Vereine mit ihren Fahnen in die Kirche ein. In Konzelebration feierten diesen Gottesdienst die Pfarrer Josef Dorbath, Bernd Peisker, Klaus Bundschuh, Herbert Kraft und Pater Karl Leisner. Wie bereits mehrfach berichtet wird Dorbath schon in den nächsten Wochen die Koffer packen und Richtung Efringen-Kirchen als dortiger Gemeindepfarrer weiterziehen. Kollege Peisker wird noch bis zum Oktober zur Einführung des neuen Seelsorgeteams in der Seelsorgeeinheit bleiben.
Den Dank „für zwölf schöne, gemeinsame Jahre in der Seelsorgeeinheit“ sprach Karlsbads Pfarrgemeinderatsvorsitzender Leo Oechsler aus. Pfarrer Dorbath sei ein unermüdlicher Arbeiter im Weinberg des Herrn gewesen. Den Empfang auf dem Pfarrhofumrahmten der gemischte Chor des Gesangvereins „Concordia“ Reichenbach unter Erich Brandel und die vereinigten Musikvereine aus Busenbach, Etzenrot und Reichenbach, die Michael Weber dirigierte. Reichenbachs Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hubert Kuderer erinnerte an die zurückliegenden Jahre mit Maßnahmen in den einzelnen Gemeinden und die Geburtsstunde der Seelsorgeeinheit. Für Dorbath, der ein Pfarrer für alle gewesen sei, bedeutete dies eine Verdoppelung der Anforderungen. Eindringlich mahnte er den Seelsorger, in Zukunft mehr auf seine Gesundheit zu achten.
„Ein Priester ist immer auf der Pilgerschaft“, sagte Busenbachs Pfarrgemeinderatsvorsitzender Herbert Heckenbach zu Pfarrer Bernd Peisker., Bescheiden, nie aufdringlich habe er in der Gemeinde gewirkt. Dank sagte Heckenbach vor allem auch für die Gottesdienste. Für die politischen Gemeinden Karlsdbad und Waldbronn dankte Bürgermeister Rudi Knodel. Beide Pfarrer seien 12 Jahre als „Handlungsreisende in Sachen Gottes“ unterwegs gewesen. „Sie haben positive Wirkungsspuren in den Gemeinden hinterlassen!“. Von zwei Konstanten sprach Bürgermeister Franz Masino, eine davon sei Gott, die andere der stete Wechsel. Pfarrerin Bettina Roller erinnerte an viele ökumenische Gottesdienste und überbrachte zudem die Grüße der evangelischen Pfarrer aus Karlsbad. Für die Reichenbacher und Etzenroter Vereine nahm Bernhard Becker Abschied. Viele Kontakte gebe es zwischen Kirche und Vereinen.
Pfarrer Bernd Peisker sprach im Rückblick von einer guten Zeit. Zu danken gelte es den ehrenamtlichen Mitarbeitern, ohne die ein Pfarrer heute nicht mehr wirken könne. Arbeit und Stress seien zweierlei, betonte Pfarrer Josef Dorbath. Die Gottesdienste seien für ihn Kraftquell gewesen. Mit dem gemeinsam gesungenen Badner Lied, gewünscht von Pfarrer Dorbath, schloss der Empfang.Helmut Zahnleiter

OFFIZIELL VERABSCHIEDET mit einem Empfang im Pfarrhof wurden jetzt in Reichenbach die Pfarrer Josef Dorbath (links) und Bernd Peisker.
Text und Bild: Helmut Zahnleiter
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Kirchenchorausflug der Karlsbader 2010
Eisenbahnromantik und Klosteridylle
Bei herrlichem Sommerwetter starteten die Mitglieder unseres Kirchenchores mit ihren Angehörigen frühmorgens um 8 Uhr mit dem Bus in Richtung Göppingen zur Erlebniswelt von Märklin. Dort erfuhren wir alles über die Geschichte der Modell-Eisenbahn und konnten in den Vitrinen eine Vielzahl beeindruckender Modelle in verschiedenen Größen (Spuren) betrachten, was natürlich vor allem die Männerherzen höher schlagen ließ.
Nachdem fast jeder eine Kleinigkeit in der Fundgrube erstanden hatte, ging es mit dem Bus weiter zum ehemaligen Prämonstratenser-Kloster Adelberg.
Nach erfolgreichem Umstellen der Tische im gemütlichen Garten des Kloster-Stüble (fast jeder hatte nun einen Schattenplatz – was bei starkem Sonnenschein und 30 Grad im Schatten auch „lebensnotwendig“ war), genossen wir vor allem die kühlen Getränke und stärkten uns bei einem schmackhaften Mittagessen.
Die Besichtigung der nahe gelegenen Ulrichskapelle unter sachkundiger Führung erwies sich als kunsthistorisch sehr bemerkenswert: die Kapelle beherbergt einen wunderschönen spätgotischen Hochaltar - eine passende Atmosphäre für unsere sich anschließende kurze Andacht, die wir selbst mit Gesängen, Lesungen, Texten und Gebeten gestalteten.
Geistlich und körperlich gestärkt erreichten wir nach kurzer Bus-Fahrt die Herrenmühle am Herrenbachsee: Schwimmen, Spaziergang, Eis, Kaffee, kühler Keller oder Biergarten – jeder fand ein ihm angenehmes Plätzchen.
Unser Bus brachte uns wieder sicher an unseren Ausgangsort zurück, wo wir den Abend bis zum Beginn des „kleinen“ WM-Fußball-Finales in der Wagenburg ausklingen ließen.
Text: Traudl Höptner, Bilder: Mirjam Bartberger
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Familienfreizeit 2010 im Schwarzwald
Am 29. Mai trafen sich 17 Familien aus Karlsbad und Waldbronn, um gemeinsam in Feldberg-Falkau eine erholsame Woche zu verbringen. Dies ist jetzt bereits die vierte Familienfreizeit unserer Seelsorgeeinheit, viele Familien kennen sich schon und die neu Hinzugekommenen fühlten sich bald heimisch.
Am Anreisetag präsentierte sich uns der Schwarzwald von seiner schönsten Seite – strahlender Sonnenschein und azurblauer Himmel – was uns natürlich hoffen ließ, dass dies die ganze Woche so sein würde. Was sich aber leider nicht bestätigte, aber wir hatten bis auf einen total verregneten Tag immer das Glück, dass bei unseren Ausflügen die Regenwolken Pause machten und uns zwischendurch auch die Sonne lachte.
Nachdem wir am Samstagnachmittag die Zimmer bezogen hatten, starteten wir zu einer kleinen Wanderung in die nähere Umgebung. Da konnten wir bereits zwei beliebte Ausflugsziele der Region aus der Ferne betrachten: den Titisee und den Feldberg. Anschließend zeigte uns Herr Janku, der Hausvater, die Räumlichkeiten der Familienbegegnungsstätte und wir konnten uns von der großzügigen und hellen Ausstattung überzeugen. Dank der tollen Beschäftigungsmöglichkeiten innerhalb und außerhalb des Hauses und der Märchenerzählerin konnte uns das durchwachsene Wetter nichts an haben. Das Küchenteam gab sich alle Mühe, unsere vielen Extrawünsche und diverse Sonderkost für etliche Teilnehmer zu berücksichtigen und alle 80 Gäste des Hauses zufrieden zu stellen.
Der Schwarzwald wollte natürlich auch von uns erkundet werden. Bei verschiedenen Ausflügen in die nähere und fernere Umgebung lernten wir den Schwarzwald von ganz verschiedenen Seiten kennen. Bei einer Wanderung durch die Gauchach- und Wutachschlucht erlebten wir den Schwarzwald von seiner wilden Seite. Die Gauchachschlucht ist eine besonders enge und wild romantische Schlucht. Bizarre Felsformationen, hochaufstrebende Felswände und fotogene Wasserfälle begleiteten den Wanderweg. Für unsere Kinder war dies ein großes Naturerlebnis. Mit der Bahn fuhren wir durch das Höllental nach Freiburg, wo wir bei einer Stadtbesichtigung viel über die Stadt erfuhren. Einige erkundeten diese auch auf eigene Faust und waren von der Vielfalt und Farbenfreude des Marktes rund ums Münster sehr angetan oder stiegen den Freiburgern aufs Dach (Münsterturm). Bei einer fachkundigen Führung durch das Freiburger Münster erfuhren wir viel von der Geschichte dieses beeindruckenden Sakralbaus.
Angepasst an die Witterungsbedingungen machten wir dann auch noch verschiedene andere Ausflüge – so z.B. in die Brauerei Rothaus, an die Todtnauer Wasserfälle (Deutschlands längste Naturwasserfälle mit ca. 96 m) und die Rodelbahn in Todtnau war ein spritziges Erlebnis. Ausflüge an den Titisee oder Schluchsee beeindruckten ebenso wie die verschiedenen Wanderangebote am Feldberg. Besuche des Gottesdienstes in Altglashütten und in St. Blasien rundeten das Programm geistig ab.
Am Abend hatte jede Familie bei der gemeinsamen Abendrunde viel zu berichten und die gemeinsame besinnliche Zeit half auch dabei, diese Eindrücke zu verarbeiten.
Zusammenfassend kann man also sagen, wir haben eine schöne, erlebnisreiche Zeit im Schwarzwald verbracht und im Namen aller Teilnehmer möchten wir uns bei den Gemeindereferentinnen Ursula Seifert und Alexandra Kunz für ihre Planung und Organisation der Familienfreizeit bedanken – es war eine tolle Zeit. Schön waren auch die besinnlichen Stunden am Abend sowie die Morgenimpulse. Und nicht zu vergessen die netten Spieleabende mit anregenden Gesprächen.
Und auch wenn uns unsere Reise dieses Jahr „nur in den Schwarzwald“ geführt hat, wir durften feststellen, dass es in Baden auch ganz besonders reizvolle Landstriche gibt, die es wert sind, erkundet zu werden.

Sabine Stolze
Miniausflug der Karlsbader am 12. Juni 2010
Am Samstag, den 12. Juni machten sich die Karlsbader Ministranten früh am Morgen auf den Weg um das Schloß Ludwigsburg zu besuchen. Nachdem wir bei einer interessanten, lustigen und abwechslungsreichen Führung 1,5 km zurückgelegt und 67 von insgesamt 452 Schloßräumen durchlaufen hatten, stärkten wir uns bei einer kleinen Vesper, bevor wir den Märchenpark erkundeten. Anschließend besichtigten einige von uns noch das Modemuseum, während sich die restlichen Minis auf dem Spielplatz austobten. Dann mussten wir uns leider schon wieder bei strahlendem Sonnenschein auf den Heimweg machen.
Es war für alle ein schöner gemeinsamer Tag. Schade, dass es der letzte Ausflug mit Pfr. Dorbath war.

Kultur- und Pilgerfahrt 2010
"Über Paris nach Brüssel - Highlights, Kathedralen, Geschichte und aktuelle Politik"
Damit war die Kultur- und Wallfahrt überschrieben, die 46 Personen der Seelsorgeeinheit Waldbronn-Karlsbad am Pfingstmontag nach dem Frühgottesdienst antraten.
Der erste Haltepunkt führte über Metz nach Verdun. Die Kleinstadt in Lothringen ist bekannt durch die „Schlacht um Verdun“ während des Ersten Weltkrieges, bei welcher unsägliches Leid geschah. Das Beinhaus von Douaumont, eindruckvolles Bauwerk, und der Soldatenfriedhof erzählen deutsch-französische Geschichte.
Die Fahrt durch die liebliche Landschaft der Champagne führte nach Reims. Dort galt das Augenmerk der Kathedrale Notre-Dame von Reims, die Krönungskirche des französischen Königtums. Sie gilt als Wurzel des gotischen Kirchenbaues und beeindruckt mit großer Schönheit.
Am Abend wurde Paris erreicht, wo die Reisegruppe für drei Tage ihren Aufenthalt hatte.
Eine ganztägig geführte Stadtrundfahrt zeigte die reiche Kultur und eine Stadt mit vielen Gegensätzen. Eiffelturm, Triumphbogen, Notre Dame, Champs Elysées, Louvre, Montmartre sind Orte, an denen man bei einem Paris-Besuch einfach gewesen sein muss.
Die Sainte Chapelle, Schmuckstück der Hochgotik und frühere Palastkapelle in der ehemaligen königlichen Residenz liegt auf der Île de la Cité Sie gehört zu den schönsten Baudenkmälern der Gotik. Der Tag wurde mit einer Bootsfahrt in einem „Bateau Mouche“ auf der Seine beendet.
Programmgemäß stand am nächsten Morgen ein geführter Tagesausflug mit Besichtigung der imposanten Parkanlage von Schloss Versailles auf dem Plan. Die Touristen wandeln dort auf den Spuren des großen absolutistischen Königs Ludwig XIV. Prunk, Glanz und Macht sind an diesem Ort für alle spürbar.
Danach wurde Chartres erreicht, wo sich die weltberühmte Kathedrale die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, inmitten des charmanten Städtchens erhebt. Der kunstgeschichtliche Hintergrund dieses imposanten Gotteshauses wurde uns von Reiseführerin Michelle sachkundig näher gebracht. Zweifellos war die Feier eines Gottesdienstes in der Krypta für alle ein Höhepunkt.
An diesem Tag waren die Beine müde, doch die abendliche Lichterfahrt durch das beleuchtete Paris ließ die Strapazen vergessen.
Am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen von Paris.
Die Weiterreise brachte uns nach Saint-Cloud, einen Vorort von Paris. Dort trafen wir Weihbischof Nicolas Brouwet, einen Freund von Pfarrer Dorbath, mit dem wir auch gemeinsam Gottesdienst feierten.
Danach wurde das nächste große Ziel, die Stadt Brüssel, angesteuert. In Brüssel wird Europa-Politik gestaltet und die Reiseteilnehmer durften davon einen kleinen Einblick erhalten. Prof. Dr. Norbert Höptner erwartete bereits die Gruppe aus seiner Pfarrgemeinde Karlsbad und begleitete uns zum Europäischen Parlament. Selbstverständlich durften wir eine kurze Zeit der Rede im großen Plenum beiwohnen, wo sich der Europäische Geist in seiner Vielfalt spiegelt.
Beeindruckend die Fragestunde mit Dr. Rainer Wieland, MdEP und Vizepräsident des Europaparlamentes. Engagiert erzählte er über seine Arbeit und beantwortete kenntnisreich unsere Fragen und Anliegen. Das war Politik hautnah.
Nach einem kurzen Fußweg erreichten wir die Landesvertretung Baden-Württembergs in Brüssel und wurden vom Leiter des Hauses, Herrn Dr. Kurt Gaissert, empfangen. Gespickt mit kleinen Anekdoten hörten wir viel über diese Einrichtung und in der gemütlichen „Schwarzwaldstube“ berichtete Norbert Höptner über seine Arbeit als Europabeauftragter des Wirtschaftsministeriums Baden Württemberg
Nach soviel Politik konnten alle die Atmosphäre der Hauptstadt Belgiens entdecken, einkaufen, die berühmte Brüssler Schokolade genießen und die gesammelten Eindrücke auf sich wirken lassen.
Dann war Sightseeing-Day angesagt. Nach dem Frühstück lernten wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Brüssels kennen: Atomium, Palais de Justice, Bourse (beeindruckender Finanztempel), Manneken Pis, (Brüssels Wahrzeichen) Grand Place, Rathaus, Galeries Royales, Cathedrale Saint Michel, Königspalast.
Am Nachmittag wurde die Stadt Brügge angefahren. Im Schnelldurchgang mangels Zeit, bei leichtem Regen und vielen Touristen, konnten wir die Schönheit und das Flair der „schönsten Stadt Belgiens“ mit den vielen malerischen Winkeln nur bedingt betrachten.
Am Sonntag wurde die Rückreise angetreten mit einem Abstecher nach Trier, der ältesten Stadt Deutschlands. Hier unterbrachen wir die Heimfahrt für unseren Abschlussgottesdienst und eine kurze Besichtigung von Dom und Porta Nigra. Wohlbehalten kam die Reisegruppe am Abend nach Karlsbad zurück.
Dankbar können alle Teilnehmer auf viele Eindrücke und einprägsame Erlebnisse zurückblicken. Die ökumenische, gemeindeübergreifende Gemeinschaft dank der hervorragenden Organisation dieser Tage wird in den Alltag nachwirken.
Herzlichen Dank besonders an Leo Oechsler für seine wohltuende, kluge und durchdachte Reiseleitung. Ebenso lieben Dank an Pfarrer Dorbath für die erbaulichen Gottesdienste.
Zum Rückblick und Austausch von Erinnerungen und Fotos wird nach den Sommerferien ein Nachtreffen stattfinden.
Bericht: Anni Stefan
Bilder: Mirjam Bartberger
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Rodelwochenende der Ministranten Busenbach
Schnee, Schnee und nochmals Schnee!
Zwei wunderschöne Tage haben die Ministranten aus Busenbach von Freitag, dem 29. bis Sonntag, dem 31. Januar in Holzwald bei Bad Rippoldsau verbracht. Pünktlich zu unserem Wochenende meinte es Frau Holle gut mit uns und bescherte uns über 70 cm Neuschnee - genau das Richtige für ein tolles Rodelwochenende!
Die meiste Zeit des Wochenendes verbrachten wir natürlich im Schnee. Die vielen mitgebrachten Rodel und Schlitten wollten ausführlich getestet werden, außerdem ist es sehr spannend durch hüfthohen Neuschnee zu laufen und schließlich lag so viel Schnee, dass sogar vor dem Haus Iglus gebaut werden konnten. Nur zum Aufwärmen und zum Essen zog es die Kinder wieder ins Haus. Einen kleinen roten Faden bekam unser Wochenende durch unsere Gebetszeiten und den Gottesdienst am Sonntag Vormittag. Natürlich war auch viel Zeit für Spiele und die Gemeinschaft.
Herzlichen Dank sagen wir Familie Berg, die unser Wochenende begleitete und fürs leibliche Wohl gesorgt hat. Großen Dank auch allen Oberministranten, die dieses Wochenende vorbereitet und begleitet haben. Sehr unkompliziert und freundlich wurden wir in der Holzwälder Höhe aufgenommen, dafür danken wir unserem Hausherrn, Herrn Reichenbach. Schließlich sagen wir wieder vielen Dank an die Fa. Richard Nussbaumer für die Verpflegung mit Backwaren.
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Christian Richter PRef.